Ghostwriter werden

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Du willst Ghostwriter werden? — Das ist doch kein Beruf.

Kennst du noch den Berufsinformationstag an der Schule?

Zu diesem wurden/werden Mitarbeiter verschiedener Unternehmen eingeladen, um Schülern Fragen zu diversen Berufsbildern zu beantworten. Ich weiß noch, wie Ende der 1990-er Jahre gut gekleidete, junge Leute am Gymnasium erschienen und erklärten, wie großartig es sei, für ein Versicherungsunternehmen zu arbeiten. Ich meine mich zu erinnern, irgendwann auch Polizisten und eine Krankenschwester vor Ort wahrgenommen zu haben. Doch Texter und Werbe-Menschen erschienen nie; und dass einem jemand sagte, man könne auch Ghostwriter werden? – Nein, das war nie der Fall.

 

Ist Ghostwriter ein Beruf?

Mitte der 2000-er fragten meine Großeltern, was ich studiere. „Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie. Ich mache ab kommendem Jahr noch was mit Psychologie“, war meine Antwort. – „Wirst du dann Lehrer? — Es muss ja einen Beruf dazu geben wie Arzt, Ingenieur oder so.“ Dieser Dialoge zählte ich viele. Doch die Gespräche ebbten ab, als sie akzeptierten, dass ich meinen Lebensunterhalt (irgendwie) verdienen kann. Aber was das Schreiben für andere so wirklich ist, haben sie nicht verstanden. Das nimmt ihnen auch keiner übel. Stattdessen regt mich die Frage, ob „Ghostwriter“ ein Beruf ist, immer wieder zum Denken an.

Im Prinzip ist es ein (nicht ganz alltägliches) Berufsbild: Man hat eine recht klar definierte Tätigkeit (Texte schreiben und einen anderen Autor als Urheber einsetzen), bekommt eine Steuernummer und führt anteilig seines Umsatzes Beträge an die staatlich organisierte Gemeinschaft ab. Sinnvoll ist es auch. Menschen, die sich zu einem Thema äußern möchten und nicht wissen wie, erhalten durch Ghostwriter Hilfe. Ghostwriting an sich ist nicht illegal (dazu werde ich mich in einem anderen Beitrag äußern), wird allerdings von einigen für die Erstellung akademischer Arbeiten verwendet. Das wiederum ist rechtlich schwierig. Moralisch ist es verwerflich.

 

Ghostwriter werden – Was muss ich dafür können?

Schreiben. Bestenfalls in der Sprache, in der das Auftragswerk verfasst werden soll.
Lesen. Das soll (angeblich) auch ganz vorteilhaft sein.

Nochmal zum Schreiben: Die Kunst besteht darin, sich auf den Schreib- und Sprechstil des Auftraggebers einzulassen und diesen bestenfalls imitieren zu können. Ferner ist das Verständnis zielgruppenspezifischer Sprachmuster von Vorteil. Denken wir an die Werbung: Jeder Text verfolgt eine Funktion, die ausschließlich von einer bestimmten Zielgruppe wahrgenommen wird. Das heißt, du benötigst das entsprechende Know-How, deren Muster zu analysieren und nutzbringende Ergebnisse daraus abzuleiten. Zudem bedarf es ausgefeilter Recherchefähigkeiten, die dankbarer Weise trainierbar sind.

Dein Kenntnisstand über Orthografie und Grammatik sollte mindestens „(sehr) gut“ sein bzw. ist ein „Gefühl für …“ keine schlechte Sache. Du weißt etwas mit den Begriffen „Semantik“ und „Satzbau“ anzufangen? – Sehr gut. Du kennst mehr als ein Satzmodell und kannst diese auch erklären? – Noch besser; denn einige (nein, alle) Kunden werden dich fragen, weshalb du etwas „so und nicht anders“ formuliert hast.

 

Ghostwriter brauchen Charakter

Wenn du Ghostwriter werden möchtest, bedarf es nicht nur intellektueller Fähigkeiten. Auch das Charakterbild setzt einiges voraus.

Ghostwriter stehen nicht im Mittelpunkt. Deine Kunden schmücken sich mit deinen Federn und du wirst nur selten in den Genuss kommen, Referenzen vorweisen zu dürfen. “Zurückstecken können” ist, wohl oder übel, eine Kernkompetenz. Ghostwriting oder allgemein das Texten sind Tätigkeiten, die eine disziplinierte Grundhaltung voraussetzen. Spätestens im Verlauf der ersten Schreibblockade wirst du verstehen, was ich meine.

Neugier und Kreativität sind Schlüssel zum Erfolg. Jeder Kunde benötigt etwas anderes und deine Aufgabe besteht darin, dich in Neues einzuarbeiten. Dazu kommt, dass du über identische Themen unterschiedliche Dinge schreiben können musst… das ist ab und an nicht ganz so geil.

Empathie (oder zumindest eine Idee davon, was andere fühlen könnten). Text ist etwas Emotionales. Er drückt Gedanken und Gefühle eines Menschen aus. Im Falle des Ghostwriters sind es die Gedanken und Gefühle des Klienten. Ohne Einfühlungsvermögen wird es also schwierig.
Geduld. (Wirst du merken…)

 

Ghostwriting-Business

Texterei ist ein Business. Die Dienstleistung sollte, um sie erfolgreich zu führen, entsprechend behandelt werden.

Zunächst die einfachen Aspekte: Du benötigst keinen Businessplan. Auch Fördermittel oder anderweitige Zuschüsse sind nicht notwendig. Du solltest allerdings über einen Laptop, moderne Schreibprogramme (aktuelles Word und/oder Pages) sowie das notwendige Fachwissen bzgl. derer Bedienung verfügen. Internet soll angeblich auch ganz praktisch sein. Soweit die Basics. Es folgen die betriebswirtschaftlichen Punkte.

Du brauchst eine Steuernummer, darfst dir Kenntnisse über Buchhaltung (z. B. Rechnungslegung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) aneignen, musst(!) Werbung/Werbemittel (Website, Visitenkarten…) generieren und ferner deine Marke (per Blog, Bücher…) designen. Last, but not least: Du wirst lernen müssen, deinen eigenen Vertrieb aufzubauen.

Thema: Vertrieb.

Wer den Markt kennt, weiß, dass Texter besonders seitens Online-Unternehmern immer wieder gesucht werden. Ghostwriter für Bücher, Aufsätze usw. sind weniger gefragt bzw. scheuen sich viele Menschen, öffentlich nach einer Dienstleistung Ausschau zu halten, deren Image partiell kritisch ist. Da der Einstieg in dieses Business schwierig ist, solltest du dir bereits vorab jemanden „heranziehen“, der dir Vertriebsunterstützung gewährt.

Ich empfehle hierfür, den Blog von Edwin Schmierer zu lesen. (Er war so gut, mir den Platz für einen Blogbeitrag [“Wie spricht man eigentlich Leute an?”] einzuräumen.) Auf diesem werden Tipps und Kniffe verraten, wie du erfolgreich netzwerken kannst, um Kontakte zu knüpfen und dein Geschäftsmodell bekannt zu machen.

Gern helfe ich dir auch, das Modell „Ghostwriter“ nach vorn zu bringen. Solltest du Fragen haben, schreibe mir! Wir machen das! 🙂

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