8 Gründe, warum du ein Buch schreiben solltest

Buch schreiben Ghostwriter Ralf Friedrich

Du überlegst ein Buch zu schreiben oder ein Buch schreiben zu lassen und anderen Menschen dein Fachwissen zur Verfügung zu stellen bzw. eine wirklich fabelhafte Idee in einen Text zu gleiten? Dann solltest du unbedingt an deinem Vorhaben festhalten. Vielleicht bist du aber auch aus Gründen motiviert, aus denen du lieber kein Buch schreiben solltest. Dann hast du jetzt die Möglichkeit, deine Einstellung zu deinem Buch zu überdenken.

Ein Buch schreiben – Dein Warum ist entscheidend

Unterscheide zunächst das Wozu und das Warum, ein Buch schreiben zu wollen. Ganz grob lässt sich zusammenfassen: Kannst du einen der folgenden Aspekte bejahen, solltest du ein Buch schreiben.

  1. Als Autor verdienst du mit dem Schreiben von Büchern deinen Lebensunterhalt.
  2. Dich treibt die Lust dazu, ein Buch zu schreiben.
  3. Du hast etwas erlebt, das sich lohnt, in einer Geschichte niedergeschrieben zu werden.
  4. Dein herausragendes Fachwissen (über etwas) kann anderen helfen.
  5. Du bist in einer Branche unterwegs, in der es zum guten Ton gehört (z. B. Dozent an der Uni).
  6. Du brauchst es als „proof of concept“. – Dazu weiter unten mehr.
  7. Andere Bücher zum Thema empfindest du als ungenügend gefüllt und willst es besser machen.

Da wir bei vielen Projekten auch für das Schreiben eines Buchs das Mindset nicht unbedeutend ist, ist neben dem Zweck auch dein persönlicher Sinn für das Gelingen wichtig. Gehen wir daher einen Schritt weiter.

1. Du willst für die Leser schreiben

Es gibt zwei Dinge, die dich dazu bewegen können, ein Buch schreiben zu wollen:

  1. Du möchtest dein Wissen oder deine Modelle einer breiten Masse an Lesern zur Verfügung stellen, ihnen helfen und sie motivieren.
  2. Du willst ein Buch um des Buches Willen schreiben, um Autor zu sein und das Buch für dich und deine Marketingzwecke einzusetzen.

Liegt deine Motivation in Ersterem begründet, werden es dir deine Leser danken. Sobald sie erkennen, dass dein Buch einen Mehrwert und einen Nutzen für sie hat, lassen sie sich gern von dir an der Hand nehmen und durch dein Material führen.

Schreibst du das Buch aus reinem Selbstzweck, erkennen deine Leser das noch schneller und verlieren das Interesse. Warum sollten sie ein Buch lesen, das keinen Inhalt hat? Merke dir immer: Du schreibst nicht für dich, du schreibst für deine Leser. Andernfalls hast du im Nachhinein vielleicht ein Buch, aber keine Leserschaft.

2. Das Schreiben liegt dir und du willst dich verbessern

Entscheidest du dich, ein Buch zu schreiben, wird das Schreiben zu einem wesentlichen Bestandteil deiner täglichen Arbeitsroutine. Das Problem daran kennen wir alle: Ab und zu haben wir einfach keine Lust, zu schreiben oder fühlen uns partout nicht inspiriert.

Je mehr du schreibst (oder schreiben musst), desto mehr wirst du auch dazu lernen. Dabei geht es nicht nur darum, jederzeit am Buch schreiben zu können, sondern vor allem möglichst stetig qualitativ hochwertige Texte zu produzieren. Ein Buch zu schreiben ist daher die optimale Möglichkeit, deine Schreibfähigkeiten auszubauen.

3. Du hast dein Ziel klar vor Augen

Es gibt eine Reihe an Zielen, die du mit deinem Buch verfolgen kannst:

  • Andere Bücher zu deinem Thema findest du unvollständig oder schlecht und du möchtest einfach mehr liefern und ergänzen.
  • Du hast Lust, den Menschen mitzuteilen, was du erlebt hast.
  • Dein Fachwissen ist umfangreich und du möchtest anderen damit helfen.
  • Aufgrund deiner beruflichen Tätigkeit möchtest oder musst du dich mit deinem Wissen positionieren und es festhalten (z. B. Coaches, Wissenschaftler.

Egal, was dich bewegt, solange du das Ziel „Buch schreiben & Buch veröffentlichen) im Blick behältst und dich in Disziplin übst, wirst du an deinem Vorhaben festhalten können.

4. Du bist Experte auf deinem Gebiet und möchtest auch als solcher angesehen werden

Wer es schafft, ein Buch mit seinem Wissen zu füllen, steigert seine Chancen, als Experte auf seinem Gebiet angesehen zu werden. Deshalb ist ein Buch deine Chance, deinen Bekanntheitsgrad auszufehnen und dich als Experten in deiner Branche zu positionieren. So kannst du dein Wissen problemlos an andere weitergeben und dein Buch als Marketingtool nutzen.

Zusatztipp: Experte wirst du, indem andere dich als solchen bezeichnen. Über ein Buch lässt sich gut reden und schreiben. Gib es beispielsweise an Blogger und Zeitschriften weiter, biete Lesungen an etc. Erst, wenn Dritte meinen, du seist als Experte zu empfehlen, kannst du dich auch als solcher ausweisen. Eine Publikation unterstützt das Vorhaben maßgeblich

5. Du brennst für ein ganz spezielles Thema

Voraussetzung für ein gutes Buch ist, dass du dich mit deinem Thema auskennst und entsprechend auch damit beschäftigst. Beim Schreiben deines Buches wirst du lange und ausführlich mit ein und demselben Thema konfrontiert sein und Zusammenhänge aufdecken, die dir vorher nicht klar waren.

Dabei ist es von Vorteil, wenn du dich mit einem sehr speziellen Thema auseinandersetzt. Gerade Nischen, in denen es nur wenige Experten gibt, kannst du dank deines Fachwissens mit Leichtigkeit dominieren. Überlege dir, in welche Unterkategorien dein Buch passt und wo du dich schnell als Marktführer positionieren kannst. Das pusht deinen Expertenstatus und verschafft dir einen Kundenstamm, der kaum von der Konkurrenz abgeworben werden kann.

6. Du möchtest mit einer neuen Idee mehr Leute erreichen

Vielleicht hast du schon ein Buch geschrieben oder du möchtest im Rahmen deiner Karriere eine neue Richtung einschlagen. Das ist ein perfekter Zeitpunkt, dein neu gewonnenes Wissen in einem Buch zu bündeln und anderen zugänglich zu machen. So kannst du an dein bisheriges Schaffen anschließen oder Zugang zu anderen Fachgebieten erlangen.

Mit deiner neuen Idee kannst du auch neue Kunden für dich, deine Marke oder dein Unternehmen gewinnen. Deshalb nutze die Gelegenheit, auf neue oder weitere Aspekte aufmerksam zu machen und deinen und den Horizont deiner Leserschaft zu erweitern.

7. Du scheust dich nicht vor Investitionen ins Publishing

Egal ob klassischer Verlag oder Self-Publishing: Ein Buch zu schreiben und zu verlegen ist nicht billig. Vor allem musst du im Vorfeld viel Arbeit leisten, die nicht sofort honoriert wird und neben einer Menge Zeit auch Geld für Dinge wie Öffentlichkeitsarbeit investieren.

Solange dir diese Investitionen nicht weh tun und dir dein Buch das Ganze wert ist, bist du auf der sicheren Seite. Besonders beim Self-Publishing hast du die Gelegenheit, alles rund um dein Buch nach deinem Belieben zu gestalten. Egal, ob du dir jede Aufgabe von Lektorat über Covergestaltung bis hin zum Marketing selbst aufbürden willst oder dir Unterstützung dafür suchst – hier kannst du als öffentlich wirksame Leitfigur für dein Buch und deine Botschaft auftreten.

8. Dein Buch gehört zu dir und deiner Marke oder Dienstleistung

Es geht dir beim Schreiben deines Buches nicht um das große Geld oder Anerkennung? Das sind beste Voraussetzungen dafür, dass es ein gutes Buch wird. Wenn du hinter deinem Buch stehst und dich mit seinem Inhalt identifizierst, kannst du es authentisch und mit gutem Gewissen für dich und deine Marke einsetzen.

Du weißt bestimmt, dass du (vor allem als neuer Autor) nicht erwarten kannst, dass dein Buch ein Bestseller wird und du viel Geld damit verdienen wirst. Neben dem Wissen, das du an deine Leser weitergibst, kannst du deinem Buch mit der richtigen Einstellung trotzdem einen ganz praktischen Nutzen verleihen. Du kannst stets auf dein Buch verweisen, ohne alle Fragen zu deinem Expertenthema jedes Mal neu beantworten zu müssen. Außerdem kannst du dein Buch für die Kundenbindung einsetzen, indem du deinen Bestandskunden exklusive Einblicke in Form von Leseproben oder Gratisausgaben z. B. als eBook gewährst.

Wie geht es jetzt los? Buch schreiben – Beginn

Du möchtest mit der richtigen Motivation endlich loslegen, dein Buch zu schreiben, aber weißt einfach nicht wie? Dann hast du hier sicher den Weg ins Tun.

Ideen extrahieren

Gehen wir davon aus, du weißt, weshalb du ein Buch schreiben möchtest. Nun geht es an die Ideenfindung bzw. an die Ideenextraktion. Entsprechend deinem Vorhaben muss geklärt werden, welche Art von Buch es werden soll: Sachbuch, Anleitung, Bilderbuch, Kinderbuch, Roman…

Ganz gleich, was es wird, gibt es zwei Möglichkeiten, zu beginnen: a) Du planst dein Vorgehen oder b) Du legst einfach los mit Schreiben. (Hinweise dazu in Teil 1 dieses Beitrags.)

Im Fall, du entscheidest dich für „a)“, bietet sich eine Themenplanung an. Sammle Überschriften zu den Themen, die du bearbeiten möchtest und gliedere erste Kapitel. Du kannst sie zu jeder Zeit neu sortieren, doch für den Beginn erleichtert das Vorgehen das Strukturieren und die Inhaltserarbeitung. Recherchiere notwendige Literatur wie Sekundärliteratur und vergleichbare Werke. Aus ihnen kannst du weitere Ideenkonzepte beziehen und Themenstrukturen ableiten.

Beispiele:

Kochbuch: Sammle die Rezepte, die du verarbeiten möchtest und kategorisiere sie grob (Vorspeise, Hauptspeise usw.). Dadurch kannst du bereits vorab eine Kapitelordnung generieren, die das weitere vorgehen vereinfacht.

Roman: Einzelteile einer Geschichte sind häufig bereits vor Schreibbeginn klar. Diese sollten entsprechend in Kapitel unterteilt werden. – Für Romane und Erzählungen im gesamten gilt: Anfänglich stark unterteilen und später zusammenfassen als umgekehrt.

Den Flow beibehalten

Schreiben ist Arbeit und sollte entsprechend mit Arbeitszeit bedacht werden. Je nach Zeitplan (günstig, wenn man einen hat) sollte pro Woche (oder besser: pro Tag) ein Zeitfenster von 1 – 3 Stunden eingeräumt werden. Schreibe, recherchiere und lies innerhalb dieser Zeit. Während meiner Promotionsphase ging ich ein Stück weiter. Ich arbeitete täglich(!) von 7 – 12 Uhr an der Dissertation. Ziel war es, drei A4-Seiten zu schreiben und die Inhalte mit Quellen zu belegen. Schaffte ich das nicht, standen für den kommenden Tag sechs Seiten auf dem Programm. War ich an einem Tag fleißiger, nutzte ich mein „Kontingent“, um mich anderen Themen zu widmen.

Schlussendlich ist der Flow planbar. „Mal so nebenher“ schreibt sich nur selten ein Buch (oder ein Blog). Daher ist die Einrichtung fester Zeiten ein klare Empfehlung.

Das bringt uns direkt zur Frage, unter welchen Umständen du kein Buch schreiben solltest. Während die Idee, „einfach mal so nebenbei ein Buch schreiben zu können“, nahezu absurd ist (…denn: Buch schreiben ist Arbeit.), erscheinen auch andere Ansätze als wenig hilfreich. Es folgen…

 

Drei Gründe, aus denen du KEIN Buch schreiben solltest

Dein Buch ist dir egal, Hauptsache du bist Autor

Beim Schreiben eines Buches steht immer der Leser im Vordergrund. Ohne konkretes Ziel und den Wunsch, dem Leser einen Mehrwert zu bieten, entsteht kein gutes Buch.

Auch ohne vorrangig wirtschaftliche Interessen sollte dein Buch nicht zum Selbstzweck entstehen. Das Wissen, mit dem du dein Buch füllst, ist dazu da, anderen Menschen zu helfen. Natürlich musst du dein Buch selbst mögen, um auch deine Leser zu begeistern. Dein vorrangiges Ziel sollte aber sein, für den Leser zu schreiben und nicht für dich.

Sonderfall: Dein Wunsch, Autor zu werden, kann (auch) ein Antrieb sein. Die Frage ist nur, ob er ausreicht, um das Projekt bis zum Ende umzusetzen. Für den Fall, deine Autorenschaft soll eintreten, allerdings bist du nicht bereit, zu viel Zeit zu investieren, melde dich gern über das Kontaktformular. Als Ghostwriter helfen wir dir, den Status „Autor“ zu erreichen.

Eigentlich hast du nichts Neues zu sagen

Niemand benötigt den 37. Aufguss irgendeines Haushaltratgebers oder kauft Businesstipps, die er/sie in fünf Minuten googeln kann. Dein Buch sollte sich durch innovative Ideen, neue und interessante Inhalte und Gedankenanstöße auszeichnen, die deine Leser weiterbringen.

Schreibst du über etwas, wozu es bereits eine hohe Literaturdicht gibt (z. B. weitgefasste Themen wie Ernährung, Wirtschaft etc.) solltest du aufpassen, dass man nicht einfach statt deines Buches drei andere kaufen und trotzdem denselben Inhalt bekommen kann. Grenze dich thematisch ab, begib dich in eine konkrete Nische und präsentiere das Expertenwissen, das du zu diesem Teilgebiet hast.

Du willst einen Bestseller schreiben und zahlreich Bücher verkaufen

Im Durchschnitt verkaufen sich von einem Buch ca. 300 Exemplare. Bei jährlich über 100.000 Neuveröffentlichungen knackt gerade mal eines die Millionenmarke. Dabei sind die beliebtesten Bücher vor allem Romane. Die Quote, einen Bestseller zu schreiben (und zu vermarkten), ist recht gering und keiner Wette wert.

Was kannst du stattdessen tun?

Stelle dir die folgende Frage: Warum willst du einen Bestseller schreiben? Der Wunsch, berühmt zu werden, ist ein viel zu schwammiges Ziel. Du brauchst konkrete Vorhaben, die du in die Tat umsetzen kannst.

Strebe an, ein Buch zu schreiben, das dich und dein Business bekannt macht, dir neue Kunden beschert und dich (bestenfalls) als Experte positioniert. Das funktioniert auch und gerade dann gut, wenn du in einer Nische mit deinem Geschäft operierst.