Aktiv und Passiv

Der sogenannte „Modus“ des Verbs lässt uns ausdrücken, ob eine Person selbst aktiv handelt oder ob wir eine Handlung betrachten, die seitens eines Dritten ausgeübt wird.

Beispiele:

Aktiv: Ralf isst Pudding.

Passiv: Der Pudding wird von Ralf gegessen.

 

Merke:

Beim Aktiv steht der Handelnde im Fokus. Es geht darum, „wer“ etwas macht.

Beim Passiv steht das von der Handlung betroffene Objekt im Mittelpunkt.

Verb im Aktiv

Die Aktivform nutzen wir vor allem dann, wenn Geschichten erzählt werden, in denen die Protagonisten wichtig sind. Das Aktiv selbst ist zudem einfach zu verstehen. Emotionen kommen besser zu Geltung und sind greifbarer.

Für Texter, Marketingstrategen, Webdesigner und SEOs ist das Aktiv der modus operandi. „User“ stellen Suchanfragen bei Google und Co. werden zumeist in dieser Form. Daher ist es ratsam, respondierende Websites und Texte entsprechend des Wortlautes zu gestalten.

Verb im Passiv

Distanzierte Menschen verwenden häufig das Passiv, um sich von anderen auch verbal abzugrenzen. Allgemein ist dieser Modus nützlich, um andere Personen und Objekte in den Mittelpunkt einer Erzählung zu stellen. Auch Handlungen werden gern über ein Passiv ausgedrückt.

Online-Texte sowie Geschichten schreiben und erzählen Sie besser nicht im Passiv. Emotionen verblassen hierdurch sehr stark. Das Passiv eignet sich hingegen für sachliche, neutrale Berichte von Vorgängen und Abläufen.

Vorgangspassiv

Eine besondere Form des Passiv bildet das Vorgangspassiv aus. Zur BIldung nutzt man das Hilfsverb „werden“.

Beispiele: gerufen werden, gewählt werden, gelobt werden

Zustandspassiv

Abgeschlossene Vorgänge, die eine Person oder ein Objekt betreffen, können unter Zuhilfenahme von „sein“ ausgedrückt werden.

Beispiele: gerufen worden sein, gewählt sein, verbrüdert sein

Tipps für Ghostwriter, Texter und SEOs

Einen haben wir bereits angesprochen: Schreiben Sie im Aktiv. Ferner gilt es die Überlegung anzustellen, an welches Publikum Sie sich richten. Je sachorientierter die Leserschaft, desto häufiger ist ein Passiv möglich. Es ermöglicht eine professionelle Distanz zwischen Autor, Text und Leser.

 

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